Oman, terra incognita arabica

oder fliegen in atemberaubendes Natur


 Soaren

Soaren

Soaren

Im Februar hatte ich die Gelegenhait, eine Reise in das auch mir unbekannte Land Oman zu unternehmen. Eine Woche lang überlegte ich, ob ich die Reise antreten sollte, dann aber war der Entschluss gefasst. Über Dubai ging es nach Salalah und weiter nach Mirbat an der Küste zum Indischen Ozean und auch in der Nähe vom kriegerischen Jemen.



Morgens noch im Dunkeln holt mich ein freundlicher Taxler am Flughafen ab und bringt mich nach Mirbat ins Roshan Resort. Die Strasse ist menschen- und autoleer, vierspurige beste Autobahn, aber hell beleuchtet. Nach einem guten Frühstück auf der Terasse mit Blick auf das Meer kommt Franz, der geschäftsführende Teilhaber vom Resort und bespricht kurz den Tag mit mir. Wir haben viel Wind, die Palmen biegen sich. Also isz ein Besichtigungstour in die nähere Umgebung unser heutiges Programm.



Die erste Überraschung sehe ich auf der Strasse: Kamele stehen da friedlich herum und lassen sich von Autos nicht beeindrucken. Dann sind es auch sehr vielen Tiere, die hier gehalten werden zum Zwecke des menschlichen Verzehrs. Landschaft: gewaltige Fels- und Gebirgsformationen bauen sich hinter der Küste auf. Mehrer hundert Meter tiefe "Sinkhole" sind zu besichtigen, früher unten mit Wasser gefüllt, heute ein Eldorado für Kletterer. Dann finden sich Startplätze an der langen Gebirgskante, einer davon liegt oberhalb von einem mit Wasser gefüllten Wadi mit kleinem Wasserfall, eien Sensation für die Araber. Das Bachbett kann in den Monsummonaten, den gibt es hier auch riesig anschwellen und ein ca 500 m breiten Wasserfall tosen lassen. Mittendrin liegt ein Landeplatz.


Wasserfälle auf der Saudischen Halbinsel??? Im Sommer bekommt der Oman ein Packung Wasser vom indischen Monsum geliefert und heftige Taifune können das Land auch treffen mit großen Wassermassen und heftigsten Stürmen.

Überraschende Natur

Der nächste Tag ist von einem langen Ausflug in den Süden von Salalah geprägt mit Stationen in kleinen Wadis, dem Fisch- und Fleischmarkt in Salalah und immer wieder von atemberaubenden Felslandschaft. Frank und ich fahren mit einem Trouristenpärchen aus einem nahegelegenen Hotel los. An 2 Fluggeländen sollen wir vorbeikommen, also packe ich meihnen Chilin ein. Küstensoaring ist angesagt an einer langen kante am indischwen Ozean. Dort packe ich den Schirm an einem flachen, sauberen Platz aus und fliege die Küste auf und ab.

An anderen Tage wird hier auch wirklich hoch geflogen, heute bedecken Cirren den Himmel und ich habe nur einendynamischen Gegenwind, der mich aber toplanden lässt. Am Strand wären Landungen genauso einfach, aber der Aufstieg über einen Pfad ist bei der Wärme schweisstreibend. Unser nächstes Ziel, eine riesige Bucht und ebenfalls ein großes, hohes Fluggebiet, eine Touristenattraktion: Wir fahren auf eine guten Piste hinunter und kommen in eine Küstenlandschaft mit gewaltigen Dimensionen. Von der mehrer hundert Metern hohen steilen Küstengebirge sind gewaltige Brocken abgebrochen und von der Küste oder im Wasser gelandet. Nach einer leckeren Brotzeit, zubereitet vom Resort, verlassen wir die Küste und entdecken bei der Auffahrt Oh am Himmel. Oh ist koreanischer Gleitschirmflieger und er ist heute oben neben der Hauptsztrasse gestartet und fliegt jetzt seine Runden. Später erfahre ich, das er drei Stunden in der Luft war. Wir setzen unseren Weg mit den beiden Nichtfliegern touristisch fort. Leider, gerne wäre ich hier auch geflogen, aber so ist das mit den Erkundungstouren. Stattdessen finden wir eine Südseestrand bei Salalah mit malerischen Palmen, weissen Sand soweit das Auge reicht. Leider, so erzahlt uns Frank, wird die Küste von einem Ägyptischen Großinvestor demnächst mit etlichen Hotels bebaut werdenm. Schade, um diese tolle Landschaft!



Am nächsten Tag bin ich alleine unterwegs, dafür habe ich einen Jeep zur Verfügung. Ich fahre den nächstgelegenen Weg in die Berge, finde schöne Stellen mit riesigen grünen Bäumen aber ohne Startmöglichkeit. Wir haben leider wieder viel Wind aus der falschen Richtung, so dass an die Ausübung meiners Hobbies nicht zu denken ist. Erst oben direkt an der Gebirgskante finde ich ein großes Startgelände, das Starts in drei Richtungen zulässt. Hier wird hoffentlich das FlyART Gleitschirmzentrum von Mirbat entstehen.

Überraschende Geologie

Der nächste Tag vergeht mit der Besichtigung der Küste nordöstlich von Mirbat. Eine schöne Sanddüne lädt zum Fliegen ein, aber nicht heute. Felsformationen, über Kilometer lange Kalkablagerungen, gebildet von vor hunderten von Millionen Jahren lebender Meeresbewohner, ein aktuelles Waalskelett, Stalagtiten und kleinere Wasserfälle fesseln unsere Aufmerksamkeit. Wir, Frank und ich, suchen eigentlich nach weiteren Startplätze, als wir einer langen und abenteuerlichen Bergpiste folgen. Unser Weg wird von einer martialischen Warnung geperrt. "... leads to death!!" endet die große Aufschrift. Wir sind am Rande einer Militärstation mit fetten Radaranlagen gelandet bein unserer Suche. Auch nach einer kleinen Wanderung in anderer Richtung finden wir kein startbarres Gelände.

Am meinem vorerst letzten Tag in Mirbat, ich habe meinen Schirm schon ordentlich verpackt, passen die Windberhältnisse endlich. zusammen mit Oh, dem Koreaner, wollen wir das FlyART Gelände bei Mirbat einfliegen. Mein Rückflug ist erst am Abend, also treffen wir Oh am Landeplatz und fahren nach geminsam oben. Nach einem kurzen Check sieht alles bestens aus. Thermischer Wind am Startplatz, klare Sicht, ca 500 m Höhendifferenz zum Landeplatz oder auch Toplandemöglichkeit. Oh startet seinen Gin,- was sonst fliegt ein Koreaner?- und es zieht in helikoptermässig vom Startplatz weg. Schnell macht er Höhe und gibt zudem noch ein gutes Fotomotiv ab.

Überraschender Abschiedsflug

Mir geht es gleich genauso wie Oh. Kaum ist der Schirm über mir, stehe ich nur kurz am Boden und dann zieht mich eine Zauberhand senkrecht in die Luft. Fauler geht ein Start nicht. Wir sind wahrscheinlich die einzigen Gleitschirmflieger zu dieser Zeit imOman, also Platz zum Fliegen gibt es ausreichend. Überhöhen, rumschauen, geniessen, Bilder machen, das ist der Plan, der auch bestens aufgeht! Am Ende lande ich auf dem großen Platz direkt neben der Sterasse, Frank holt mich ab und Oh...?? fliegt ein paar Kilometer weiter bis an den Ortsrand von Mirbat. Beim nächsten Besuch bleibt mir noch die Aufgabe, direkt vor dem Resort zu landen. In diesem Sinne bis zum November!

Vielen Dank an Frank und Silvia von Roshan Resort!!

Termin